Immenstadt/Bad Hindelang (dk). Das „Gipfeltreffen der Allgäuer Hoteliers, Gastronomen & Touristiker“ im Bad Hindelanger Bergdorf Oberjoch wurde 2016 aus der Taufe gehoben, um in der Region personell bedingte Ruhetage, straffere Öffnungszeiten oder Kürzungen der Speisekarte infolge eines Fachkräftemangels zu verhindern. Ein Erfolgskonzept, von dem 2019 erneut der „Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt“ profitiert, der jetzt einen Scheck über 6.000,00 Euro erhalten hat. Bei vier „Gipfeltreffen“ kamen 28.000 Euro für den Nachwuchs der heimischen Hotellerie, Gastronomie und Tourismusbranche zusammen.

 Die Idee seinerzeit war simpel und pfiffig zugleich: Renommierte Köche aus der Region servieren für einen Abend heimische Leckereien und verzichten zugunsten einer Spende auf ein Honorar. Weiteres Geld für den touristischen Nachwuchs sammeln beteiligte Unternehmen. Erklärtes Ziel aller Beteiligten: Restaurantfach- und Bedienungspersonal, Köche, Kellner und Servicekräfte für offene Stellen in der Region zu begeistern.

 

„Die erneut stattliche Geldspende an die Hoteliers, Gastronomen und Touristiker der Zukunft ist gerade zum Start in die neue Wintersaison eine schöne und wichtige Botschaft. Sie bedeutet zugleich das Signal für aktuelle und angehende Auszubildende, dass sich die heimische Branche um das Thema kümmert“, freut sich Mitorganisatorin Anke Birle von Bad Hindelang Tourismus.

Die touristischen und gastronomischen Berufs- und Hochschulen im Allgäu konnten im Vorfeld ein Projekt oder einen Zweck benennen, dem die Spende zugute kommt.

 



Die Wahl fiel auf den „Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt“, der zum vierten Mal mit der Spende bedacht wurde.

 

Das gibt der Fachschule, die als erste Schule in Bayern die Zusatzqualifikation „Europäisches Hotelmanagement“ entwickelt und eingeführt hat, erneut die Möglichkeit, Schülern über den Unterricht hinaus Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln. Hotel- und Restaurantfachleute erlernten bei diesen Zusatzangeboten in den vergangenen Jahren unter anderem Variationen und Kniffe bei der Zubereitung moderner Kaffeespezialitäten sowie den intensiven und verantwortungsvollen Umgang mit regionalen Lebensmiteln. Darüber hinaus wurden bewährte Projekte fortgeführt wie die internationalen Austauschreisen nach Italien und Frankreich sowie die Teilnahme an einem internationalen Berufswettbewerb in Ungarn.

 

Mit den zahlreichen Angeboten unterstützt die Berufsschule Immenstadt die Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und der DEHOGA Bayern „Ausbildung macht Elternstolz“. Im Kern geht es hierbei darum, die berufliche Aus- und Weiterbildung zu bewerben und Eltern aufzuzeigen, wie erfolgversprechend eine Ausbildung in den Branchen Hotel, Gastronomie und Tourismus sein kann.

 

AllgäuTopHotels begegnet dem Fachkräftemangel derzeit aktiv mit dem Projekt „AzubiTopHotel reloaded“. Themen sind zum Beispiel die Imagesteigerung der Berufe und die Qualität der Ausbildung – zudem geht es um kollegiales Miteinander. „Parallel forcieren wir eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, die vom Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bis hin zu einem besseren Angebot des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs reicht. Als Qualitätsbasis haben wir den Leitfaden zur 'Markenpartnerschaft Allgäu' formuliert. Hierbei geht es etwa um Weiterbildung, Mitarbeiterzufriedenheit und Überstundenausgleich“, sagt Allgäu TopHotel-Geschäftsführerin Sybille Wiedenmann.

 

Die Teilnehmer des Gipfeltreffens verbrachten nach einem zünftigen Bauernfrühstück im Bad Hindelanger Bergdorf Oberjoch einen Wintertag mit Skifahren, Winterwandern sowie einer Exkursion zum Thema „Wildtiere und Wintertourismus“.

 

Danach bereiteten Köchin Franziska Kullmann (Hotel Wiesengrund, Bad Hindelang) und die fünf Köche Dirk Harnischmacher (Moorhütte Oberjoch), Josef Schaffler (Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang), Kai Schneller (Sonnenalp Resort & Spa/Ofterschwang), Sascha Kemmerer (TravelCharme Ifen Hotel/Kleinwalsertal) und Frank Aldinger (Exquisit Hotel/Oberstdorf) den Gästen einen unvergesslichen kulinarischen Abend. Das gastronomische Sextett aus Sterne- und Gourmetköchen servierte unter anderem gebeizte Lachsforelle, Blaukrautsuppe mit Kaspressknödel von der Gaiß, Griebenschmalz-Maultaschen und Nussbuttereis.  
 

 

Das „4. Gipeltreffen“ in Oberjoch wurde veranstaltet von der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, der Allgäu GmbH und den Allgäu Top Hotels. Erdinger Weißbräu unterstützte das Gipfeltreffen mit mehr als 3.000 Euro und sponserte dabei unter anderem den Skitag in Oberjoch. 2.500 Euro gaben die Allgäu GmbH und die AllgäuTopHotels. Unterstützt wurden die drei Hauptveranstalter von Bad Hindelang Tourismus und der gastgebenden Moorhütte. Weitere Sponsoren waren die Unternehmen Allgäuer Alpenwasser, Destillerie Lantenhammer, die Erdinger Urweisse Alp und die Wiedhag Alpe sowie die Firmen Hosp Weine, Louis Roederer Champagner, „Sissis Allgäuer Bäcker“ sowie die C+C Oberallgäu Lang-Steudler GmbH.

 


 
 
 

 

Zum vierten Mal fand in Oberjoch das „Gipfeltreffen der Allgäuer Hoteliers, Gastronomen & Touristiker“ statt. Den Reinerlös aus dieser Veranstaltung über 6.000,00 Euro erhielt der Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt. Unser Bild entstand bei der Scheckübergabe und zeigt auf der linken Seite (von links): Manfred Ecker (Leiter Fachbereich Gastronomie an der Berufsschule Immenstadt), Anke Birle (Leiterin des Bereichs Marketing bei Bad Hindelang Tourismus), Norbert Kist (Gebietsverkaufsleiter der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu) und Peter Eisenlauer (Schulleiter des Staatlichen Berufsschulzentrums in Immenstadt). Auf der rechten Seite sind (von links) zu sehen: Barbara Weißinger (Allgäu GmbH), Sybille Wiedenmann (Geschäftsführerin der Allgäu Top Hotels), Dirk Harnischmacher (Moorhütte Oberjoch), Lisa Reutter (Allgäu GmbH) und Maximilian Hillmeier (Tourismusdirektor von Bad Hindelang).

 

Foto: Bad Hindelang Tourismus

 


 

 
 
 

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Gastronomieschüler der Berufsschule Immenstadt gewinnen den internationalen Berufswettbewerb in Budapest

 

Der Traum, an einem internationalen Wettbewerb teilzunehmen, wurde für die jahrgangsbesten Schülerinnen und Schüler der Berufsschule Immenstadt wahr. Sie stellten sich dem Wettbewerb von 9 europäischen Mannschaften von Estland bis Frankreich. Das diesjährige Motto des Wettbewerbs in Ungarn war „Budapest –Sporthauptstadt 2019“. 

Um daran teilnehmen zu können, mussten sie sich beim Gastronomiewettbewerb in der Berufsschule Immenstadt im Herbst 2018 qualifizieren. Für alle Speisen musste im Vorfeld eine Warenanforderung und die entsprechenden Rezepturen eingereicht werden. 

Theresa Müller absolvierte ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Hubertus in Balderschwang. In ihrer Verantwortung stand die Dekoration der Festtafel und des Display-Tisches. Als weiteres überzeugte sie die internationale Jury beim Präsentieren eines Smoothies für 2 Prüfer. Erschwerend kam hinzu, dass sie die Arbeit den „Gästen“ in englischer Sprache darbieten musste.

Die Konditorenauszubildende Lena Kammermeier von der Berufsschule III in Kempten erstellte die Desserts und bereitete eine Schautorte.

Zur Betreuung standen in Budapest Oberstudienrat Ralf Basso und Studiendirektor Manfred Ecker zur Seite.

Verantwortlich für den Gesamtsieg waren die gleichbleibend exzellenten Leistungen in allen Bereichen, die sich im Einzelsieg der Köche und der Hotelfachfrau zeigten. Diese spiegeln, so der Bereichsleiter Gastronomie in Immenstadt, Manfred Ecker, die hohe Qualität der Ausbildung im Allgäu und an der Berufsschule Immenstadt wieder. Verantwortlich dafür sei nicht zuletzt die dreijährige duale Ausbildung, um die uns viele andere Staaten beneiden.

Besonderer Dank gilt auch den Sponsoren des Fördervereins gastronomischer Berufsnachwuchs, die mit ihren Spenden die Teilnahme am Wettbewerb erst ermöglichten.

Alle Teilnehmer freuten sich über Sieg und die unschätzbaren Erfahrungen im internationalen Umfeld für ihre weitere Berufskarriere.

 

Studiendirektor Manfred Ecker, Leiter Fachbereich Gastronomie, Berufsschule Immenstadt
Matthias Lantenhammer, Koch, Henzes Goldenes Fässle, Kempten
Theresa Müller, Hotelfachfrau, Hotel Hubertus Balderschwang
Lena Kammermeier, Konditorin, Berufsschule Kempten III
Daniel Burtscher, Koch, Hotel Königshof, Oberstaufen
Oberstudienrat Ralf Basso, Berufsschule Immenstadt

Der Schautisch und der Aufbau des gesamten „Standes“ fand reges Lob

 

Die kalte Vorspeise, die die Köche zubereiteten:

Gebeizter Saibling mit Avocado, Gurke, Koriander und Chili

Unter diesem, gerade auch für den Tourismus, wichtigen Thema stand der diesjährige Schulwettbewerb der gastronomischen Abteilung der Berufsschule in Immenstadt am 19.11.18. 8 Köche und 8 Hotel- und Restaurantfachleute hatten von 10 Uhr Vormittag bis abends 8 Uhr verschiedene Aufgaben zu erledigen, damit am Ende des Tages die verdienten Sieger gekürt werden konnten. Nach einem Theorietest für alle Berufsgruppen mussten die Köche aus einem Warenkorb, den sie erst am Vormittag erfuhren, ein 3-Gänge-Menü zusammenstellen, das sie dann für den Abend für die geladenen Gäste zubereiteten. Die Erstellung des Menüs fand dieses Jahr im Zweierteam statt. Passend zur Jahreszeit, stand neben Wild von der Jagdgenossenschaft Oberallgäu typisches Herbstgemüse wie Kürbis, Rote Beete oder Marone und verschiedene Kuhmilchprodukte, z.B. Topfen, auf der Liste. Die Hotel- und Restaurantfachleute mussten nach der Theorie englischsprachige Gäste beraten, einen Cocktail mixen, eine Festtafel mit Menükarte passend zum Motto eindecken und natürlich die Gäste am Abend im Service fachgerecht versorgen. Die jeweils drei Erstplatzierten in den Berufsgruppen erhielten attraktive Preise wie etwa ein Abendessen im Travel Charme Ifen Hotel, zwei Übernachtungen im Hotel Oberstdorf, Gutscheine für Wein,- Whisky- oder Ginproben, hochwertige Messer sowie Fachbücher vom Trauner-Verlag, die dankenswerter Weise von den Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem werden sie an den Bayerischen Meisterschaften in München sowie am internationalen gastronomischen Wettbewerb in Budapest teilnehmen. Sieger Köche: 1. Platz: Matthias Lantenhammer 2. Platz: Daniel Burtscher 3. Platz: Lukas Müller Sieger Hofas 1. Platz: Teresa Müller 2. Platz: Barbara Colella 3. Platz: Corinna Hedorfer

Jedes Jahr findet die bayerischen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Berufen statt. Ausgerichtet vom bayrischen Hotel- und Gaststättenverband, treffen sich hier die besten Azubis der Gastronomie, um sich miteinander zu messen. Der Gewinner darf Bayern bei den deutschen Meisterschaften vertreten. Angesichts dessen waren die Erwartungen an die Jugendlichen hoch gesteckt. Auch in diesem Jahr war die staatliche Berufsschule Immenstadt mit einem hochkarätigen Team vertreten. Die Schüler mussten am Nachmittag eine theoretische Prüfung ablegen und Waren aus ihren Fachbereichen erkennen und zuordnen. Für den Ausbildungsberuf Koch trat Matthias Lantenhammer von der Kochschule Henze in Kempten assistiert von Jonas von Mengershausen vom Hotel Sonnenalp an. Sie kreierten im Vorfeld aus vorgegeben Hauptkomponenten ein zauberhafte 4-Gangmenü: Im Service vertrat die angehende Restaurantfachfrau Patricia Falke vom Hotel Prinz-Luitpold-Bad das Allgäu ganz hervorragend. Nachdem sie gekonnt Rüdesheimer Kaffee vor den Augen der Zuschauer zubereitet hatte, begeisterte sie die Jury mit zwei Cocktails, die von Herstellung und Auswahl der Zutaten perfekt zu diesem hochkarätigen Ereignis passten. Als zukünftige Hotelfachfrau ging Barbara Collela vom Berwanger Hof an den Start. Am Nachmittag des ersten Wettkampftages war sie mit einer Marketingaufgabe betraut und musste eine Warenerkennungsprüfung absolvieren. Am nächsten Morgen erstellte sie Blumengestecke, welche später in die Tischdekoration eingebaut wurde. Gemeinsam mit der Restaurantfachauszubildenden, servierte Barbara den geladenen Gästen das von unserer Köchin zubereitete Menü, wobei der Hauptgang im englischen Service serviert wurde. Das harmonische Zusammenspiel und die hohe Einsatzbereitschaft der jungen Mannschaft waren vorbildlich. Am Ende erreichte unser Team einen hervorragenden 4. Platz. Die Fachlehrer Alexander Kees und Christine Erd von der Berufsschule Immenstadt, die das Team begleiteten bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung und hervorragende Zusammenarbeit der jeweiligen Ausbildungsbetriebe in der Vorbereitungsphase des jungen Teams.

 

Bild von links: Hans Schneider, Ausbildungsbeauftragter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes
Matthias Lantenhammer
Patricia Falke
Barbara Collela
Jonas von Mengershausen
Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbandes.

Wem ist es nicht bewusst: Eine Fremdsprache zu verstehen und zu sprechen ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je. Auszubildende in der Gastronomie erfahren dies fast täglich an ihrem Ausbildungsplatz. Die Gastronomieabteilung der staatlichen Berufsschule Immenstadt trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Sie bietet seit dem aktuellen Schuljahr, neben dem Englischunterricht, in den Fachstufen der Hotelfachleute einen bilingualen Fachunterricht an. Das bedeutet, dass nicht nur der klassische Sprachenunterricht stattfindet, sondern auch einzelne Unterrichtsfächer wie Marketing und Verkauf komplett in Englisch unterrichtet werden. Dabei steht das Sprechen und Verstehen der Fremdsprache im Vordergrund. Durch diese Unterrichtsform werden Hemmungen abgebaut und die vorgenannten Sprachkompetenzen gezielt gefördert. Durch eine enge Absprache mit den Themenbereichen des Englischunterrichts wird eine Überforderung der Schüler vermieden. Die praxisnahe Anwendung der englischen Sprache führt regelrecht zu einem Motivationsschub bei den Schülern. Die handlungsorientierte Form des Unterrichts wirkt dabei unterstützend. Dabei kommt es zu einer hohen Schülerselbsttätigkeit, lernen durch handeln, freies Arbeiten, mehrdimensionales Lernen und eine Selbstreflektion der Schüler. Die staatliche Berufsschule Immenstadt leistet mit dieser Form des Unterrichts, einen weiteren Beitrag zur exzellenten Ausbildung und zur Arbeitskräftesicherung der Gastronomieschüler im Oberallgäu. Fachoberlehrer Alexander Kees beim bilingualen Unterricht
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